Haben Sie es gelesen? "Kanzlerin greift" äh nee, andersrum: "Drohne greift Kanzlerin an" oder kommt es doch anders?

Bei einer Wahlveranstaltung mit unserer Kanzlerin zu einem Zwischenfall. Ein Mitglied der Piratenpartei steuerte eine, mit Kamera ausgestattete, Drohne in die Nähe der Kanzlerin, um ihr das Gefühl der ständigen Überwachung zu Vermitteln. Ein Mitglied des Sicherheitspersonals machte den Dohnensteuerer jedoch ausfindig und zwang ihn, das Fluggerät sofort zu landen. Gelandet ist das UAV (Unmanned Aerial Vehicle) dann auch, jedoch recht unsanft und wenige Meter von der Kanzlerin entfernt.

Der bissige Hund aller Schutzmänner, die liebe Polizeigewerkschaft, geifert nun gegen diese "eklatante Sicherheitslücke" und fordert ein Flugverbot bei Veranstaltungen mit Schutzpersonen.

Soweit so gut. Drohnen haben also das Potential, als Waffe eingesetzt zu werden. So wie Bäume, Steine, Flaschen, Kampfdrohnen und sogar Babyspielzeug. Ich fordere deshalb ein Flugverbot für Steine und Babyspielzeug, Bäume dürfen sich Schutzpersonen nicht mehr als 10 Metern nähern und müssen unbedingt unterhalb der Tischkante gehalten werden und Flaschen haben - besonders ohne Inhalt - nichts in der Öffentlichkeit verloren.

Wenn einem so ein Ding auf den Kopf fällt, kann es tatsächlich recht unangenehm sein. Jedoch stürzen gerade diese Minidrohnen selten wie ein Stein und unkontrolliert aus der Luft. Der Lenker der Drohne erklärte:

Nachdem ich von der Polizei dazu gezwungen wurde, leitete ich eine Sicherheitslandung im Bereich vor der Bühne ein, um niemanden zu gefährden, woraus das etwas unsanfte Aufsetzen der Drohne resultierte

Ohne das Eingreifen eines Polizisten, wäre die Drohne also gar nicht erst abgestürzt und hätte sich gar nicht zu einem Sicherheitsrisiko für Schutzperson und Zuschauer entwickelt. Die Drohnen werden derzeit ja nun mehrheitlich für zivile und sogar humanitäre und wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Welches Verbot die "eklatante Sicherheitslücke" nun schließen soll, wird sich zeigen. Die Piratenpartei kommentierte die Aktion gegen Überwachung mit Drohnen und Kameras mit den Worten: 

"Dieser sogenannte Klamauk hatte mehr Inhalt als alle CDU-Plakate dieses Wahlkampfs zusammen."